Kenia – ein Traum wird Wirklichkeit

Am 26.08.2006 starteten wir unsere 10-Tage-Safari mit Baba Musili von Diana-Beach aus. Wir besuchten Tsavo West, Amboseli, Masai Mara und die Seen Baringo, Bogoria, Nakuru und Naivasha. Baba Musili ist jedem Menschen gegenüber aufgeschlossen, freundlich und sucht immer den Kontakt. Er kennt im ganzen Land viele Menschen, tauscht sich, sobald eine Möglichkeit besteht, mit anderen Fahrern aus, um Hinweise zu geben und zu bekommen, wo welche Tiere zu finden sind. Auf der gesamten Safari war er ein witziger, aufmerksamer Guide, der uns allen feinfühlige Swahili-Tiernamen (Baba Simba, Mama Tembo, Baba Dik-Dik) gab. Er hatte sich zum Ziel gesetzt, uns alles zu zeigen, was es an Tieren in Kenia zu sehen gibt. Dazu war ihm kein Weg zu lang oder zu mühselig. Und so haben wir tatsächlich alle Tiere gesehen, die unser Keniaführer-Buch aufführt (soweit sie in den Parks auch “zu Hause” sind). Besondere Highlights waren dabei je zwei Früh- und Spät-Pirschtouren, die bis auf eine sehr ergiebig waren. Er kannte nicht nur die Namen der Tiere und Pflanzen in Swahili, englisch und deutsch, sondern erklärte uns Lebensgewohnheiten, Verhalten, Lautäusserungen und Besonderheiten der Tiere. Er positionierte sein Auto immer so, dass wir beste Sicht auf die Tiere hatten. Dazu war ihm ein “Umweg” von einigen Kilometern nicht zu viel, um uns von der entgegen gesetzten Seite an die Fotoobjekte heranzubringen, weil von dort bessere Lichtverhältnisse und Blickwinkel herrschten. Selbst eine fast zweistündige Spättour, bei der wir ausser ein paar Warzenschweinen kein Tier zu Gesicht bekamen, war spannend und aufschlussreich. Bei dieser Gelegenheit, aber auch bei den langen Fahrten über schlechteste Strassen, berichtete Baba Musili uns viel über Land und Leute, die Geschichte oder die aktuelle Politik Kenias. Immer wieder erkundigte er sich nach unserem Wohlbefinden, fragte, ob wir noch Wünsche hätten. Nach kurzer Zeit hatte er herausgefunden, dass nicht nur Tiere, sondern auch Landschaften oder Stimmungen Fotomotive für uns waren. So fragte er uns mehrmals, ob wir hier oder dort ein Foto machen wollten, wenn er ein geeignetes Objekt entdeckt hatte, das uns nicht aufgefallen war. Baba Musili ist ein unglaublich aufmerksamer, sicherer Fahrer, der kaum Risiken eingeht. Er kennt und beherrscht sein Fahrzeug bestens. Sein Kennen vieler Menschen ermöglichte uns, zwei Tage den Nationalpark Masai Mara in Begleitung eines Massai zu erkunden. Wir gaben ihm “mit seiner Erlaubnis” den Namen Baba Ndege. Baba Musili organisierte eine kostenlose Geburtstagsfeier mit Kuchen und Gesang des gesamten Personals im Orale-Camp. Für den letzten Abend unserer eigentlichen Safari überredete er den Manager von Orale, uns das Dinner in der Savanne zu bereiten. So wurden Tische, Stühle, Geschirr sowie Koch und Kellnern zwei Kilometer ausserhalb des Camps arrangiert und wir verbrachten dort einen herrlichen Abend. Alexander, 15 Jahre, durfte dann zum Abschluss zusammen mit Baba Ndege zu Fuss ins Camp wandern, umgeben von Gnus und begleitet von Löwen und Hyänenrufen. Zusammenfassend ist zu sagen, dass wir eine wunderbare, beeindruckende und unvergessliche Zeit mit Baba Musili dem “King of Safari” hatten und hoffen, in einigen Jahren eine solche Safari wiederholen zu können.

 

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