Deutscher Afrika-Preis 2011 fuer Abdikadir Hussein Mohamed aus Kenia

Der Deutsche Afrika-Preis 2011 geht an den kenianischen Parlamentsabgeordneten Abdikadir Hussein Mohamed. Er ist eine treibende Kraft hinter der Verfassungsreform in Kenia, die mit großen Hoffnungen auf eine Demokratisierung und innere Stabilisierung sowie auf einen Wandel der aufgeheizten politischen Kultur in Kenia verbunden ist.

Der Harvard-Jurist aus der marginalisierten Mandera-Region an der Grenze zu Somalia hat nach den gewaltsamen Auseinandersetzungen anlässlich der letzten Wahlen als Vorsitzender des Parliamentary Select Committee on Constitutional Review den Verfassungsentwurf über die parlamentarischen Hürden gebracht. Nachdem 67% der Kenianer 2010 für die neue, demokratischere Verfassung, die den noch aus der Kolonialzeit überkommenen Text von 1963 ersetzt, stimmten, wurde der Parlamentarier der kleinen Partei Safina zum Vorsitzenden des Parliamentary Constitution Implementation Oversight Committee gewählt. In dieser Funktion ist er maßgeblich für die Implementierung der neuen Verfassung zuständig.

Gewaltenteilung, Föderalismus, Grundrechte und eine grundlegende Reform der Staatsorganisation, inklusive einer starken Beschränkung präsidialer Machtbefugnisse gehören zu den Prinzipien der neuen Verfassung. Abdikadir Hussein Mohamed steht exemplarisch für diese Prinzipien und Werte.

Die Jury des Deutschen Afrika-Preises, die dieses Jahr erstmals unter dem Vorsitz von Oberkirchenrat Dr. Volker Faigle tagte, würdigt mit Abdikadir Hussein Mohamed auch einen Hoffnungsträger der jungen, gebildeten und aufstrebenden Elite Kenias.

Quelle: Deutsche Afrika Stiftung

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